🇩🇪 Drei Monate in Deutschland eine wertvolle Erfahrung
Im Jahr 2023 verbrachte ich gemeinsam mit meiner Stute Yara drei Monate in Deutschland, wo sie im Beritt war. Während dieser Zeit arbeitete ich weiterhin zu 60 % in der Schweiz und pendelte regelmässig zwischen der Schweiz und Deutschland.
Vor Ort durfte ich bei meiner Freundin Anika im Stall mithelfen und unterstützte auch meine Kollegin Chantal, bei der Yara im Beritt war. Durch meine Mithilfe bekam ich die Möglichkeit, viele Reitstunden bei Chantal zu nehmen, unterschiedliche Pferde zu reiten und dadurch wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.
Ich konnte in diesen drei Monaten sehr viel lernen – vom Boden aus genauso wie im Sattel. Besonders wertvoll war für mich, verschiedene Pferde mit unterschiedlichen Charakteren, Bedürfnissen und Ausbildungsständen kennenzulernen. Dadurch konnte ich meine Wahrnehmung für das einzelne Pferd weiterentwickeln und meinen eigenen Umgang mit Pferden bewusster gestalten.
Diese intensive Zeit hat mich reiterlich und persönlich geprägt und viele Erfahrungen daraus begleiten mich bis heute in meiner Arbeit mit Mensch und Pferd.
Danke meine Freunde: C. A. T. V. A. F.
🐴 Einführung in die 7 Spiele nach Parelli
Im Februar 2024 besuchte ich einen Tageskurs bei den Parelli-Instruktorinnen Yvonne Salfner und Anaïs Zimmermann. Im Mittelpunkt stand die Einführung in die 7 Spiele nach Parelli.
An diesem Tag erhielt ich spannende Einblicke in die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd und lernte die Grundlagen der sieben Spiele kennen. Dabei geht es unter anderem darum, die Kommunikation vom Boden aus aufzubauen, gegenseitigen Respekt zu fördern und ein besseres Verständnis für das Pferd zu entwickeln.
Für mich war dieser Tag eine wertvolle Erfahrung, aus der ich neue Ideen und Impulse für den Umgang und die Arbeit mit Pferden mitnehmen konnte.
Dort, wo Freiheit beginnt.
Im Jahr 2024 begann für mich ein ganz besonderes Kapitel: das Wanderreiten.
Was zunächst mit einzelnen Ausritten begann, entwickelte sich schnell zu einer Leidenschaft. Meine Touren dauerten zwischen einem und fünf Tagen – jeder Ritt individuell geplant und jeder auf seine eigene Art ein kleines Abenteuer.
Dabei wusste ich am Morgen nicht immer genau, was mich am Abend erwarten würde. Manchmal fand ich einen Platz bei einem Bauern und mein Pferd konnte die Nacht sicher in einem Stall verbringen. Andere Male schlug ich mein Lager beim Auto und Pferdeanhänger auf. Und dann gab es diese ganz besonderen Nächte, in denen es kein Dach über meinem Kopf brauchte – nur mich, mein Pferd und den freien Sternenhimmel.
All diese Abenteuer unternahm ich alleine.
Gerade das machte diese Reisen für mich so besonders. Ich musste mich auf mein Pferd, meine Vorbereitung und auf mich selbst verlassen. Kilometer für Kilometer führte mich mein Weg durch unterschiedlichste Landschaften. Ich ritt durch Glarus, Appenzell, Luzern, Graubünden und Zürich, über Wege, durch Wälder, vorbei an Bergen, Wiesen, Dörfern und Städten.
Eines meiner außergewöhnlichsten Erlebnisse war die Überquerung des Bodensees mit der Fähre. Mein Pferd und ich setzten gemeinsam über – ein Moment, den man bei einem gewöhnlichen Ausritt wohl kaum erlebt.
Doch mein bisher größtes Abenteuer sollte noch kommen.
Mein längster Wanderritt führte mich über die Schweizer Grenze hinaus bis nach Deutschland. Vor mir lagen rund 200 Kilometer, die ich innerhalb von fünf Tagen zurücklegte. Fünf Tage unterwegs, jeden Morgen wieder in den Sattel steigen und weiterziehen. Neue Wege, neue Begegnungen und immer wieder die Frage, was der nächste Kilometer bringen würde.
Neben den langen Wanderritten durfte ich noch eine ganz andere Seite des Reitens erleben. Für einen Freund unternahm ich mehrere Werberitte, die mich mit meinem Pferd mitten in einige der bekanntesten Schweizer Städte führten.
In Zürich ritt ich beim Opernhaus durch die Stadt. In Luzern führte mein Weg über die berühmte Kapellbrücke. Und in Bern stand ich schließlich mit meinem Pferd vor dem Bundeshaus.
Plötzlich waren es nicht mehr einsame Waldwege und weite Landschaften, sondern Straßen, historische Plätze, Menschen und Stadtleben. Mit einem Pferd an solchen Orten unterwegs zu sein, war eine völlig andere Erfahrung – und gerade deshalb unvergesslich.
Wenn ich auf das Jahr 2024 zurückblicke, sehe ich nicht einfach nur die vielen gerittenen Kilometer.
Ich sehe die Nächte unter dem Sternenhimmel. Die Übernachtungen bei Bauern. Die langen Tage im Sattel. Den Bodensee. Die Fähre. Die Berge und Täler. Die Städte. Die Grenze nach Deutschland. Und all die kleinen Augenblicke dazwischen, die man nicht planen kann.
Ich begann mit Wanderritten.
Doch daraus wurden Reisen, Abenteuer und Erinnerungen, die mich noch lange begleiten werden.